Kleinunternehmerregelung 2024: Was bis 31.12.2024 galt

Headerbild für Kleinunternehmerregelung 2024: Schreibtisch mit Laptop, Tasse und Handy.
Inhalt

Wichtiger Hinweis vorab

Dieser Artikel bezieht sich auf die Kleinunternehmerregelung bis zum 31.12.2024.

Die aktuellen Regelungen findest du hier: Kleinunternehmerregelung 2025

Warum sich ein Blick auf 2024 trotzdem lohnt

Vielleicht hast du noch die alten Umsatzgrenzen im Kopf oder der du willst verstehen, was sich geändert hat. Dann bist du hier richtig.

Das Wichtigste zur Kleinunternehmerregelung 2024

Das galt bis Ende 2024:

  • Max. 22.000 € Umsatz im Vorjahr
  • Max. 50.000 € Umsatz im laufenden Jahr (Schätzung)
  • Hochrechnung im Gründungsjahr war Pflicht
  • Keine Umsatzsteuer auf Rechnungen
  • Kein Vorsteuerabzug

Was ist die Kleinunternehmerregelung?

Die Kleinunternehmerregelung ist eine Vereinfachung der Umsatzsteuer.

Kleinunternehmer stellen ihre Rechnungen ohne Umsatzsteuer und
und müssen in der Regel keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben.

Aber: Als Kleinunternehmer kannst du keine Vorsteuer abziehen.

Voraussetzungen in 2024

Du konntest die Kleinunternehmerregelung nutzen, wenn:

  • dein Umsatz im Vorjahr unter 22.000 € lag
  • dein Umsatz im laufenden Jahr voraussichtlich unter 50.000 € blieb

Besonderheit im Gründungsjahr

Wenn du mitten im Jahr gestartet bist, wurde dein Umsatz hochgerechnet.

Beispiel:
Du gründest zum 01.07. Dann lag deine Grenze nur bei 11.000 € (22.000 € / 2)

Diese Regel gibt es seit 2025 nicht mehr.

Welche Umsätze zählen dazu?

Daran hat sich nichts geändert. In die Umsatzgrenzen flossen und fließen alle steuerpflichtigen Umsätze in Deutschland ein.

Nicht berücksichtigt werden:

  • Bestimmte steuerfreie Umsätze,
  • Umsätze, bei denen dein Kunde im Ausland nach dem Reverse-Charge-Verfahren die Steuer schuldet und der Umsatz nicht im Inland steuerbar ist,
  • Umsätze aus der Veräußerung oder Entnahme von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens.

Was hat sich ab 2025 geändert?

Seit 2025 gelten neue Regeln. Die wichtigsten Änderungen:

  • höhere Umsatzgrenzen
  • keine anteilige Rechnung mehr im Gründungsjahr
  • neue Regelungen für EU-Umsätze
  • Umsätze von Kleinunternehmern sind seit 2025 von der Umsatzsteuer befreit.
  • Sofortiger Wechsel zur Regelbesteuerung bei Überschreitung der Grenze von 100.000 € (25.000 € im Gründungsjahr)

Die vollständige Übersicht findest du hier: Kleinunternehmerregelung 2025 

Steuerlicher Status für Kleinunternehmerumsätze

Bis einschließlich 2024 gilt: Auf deine Umsätze wird keine Umsatzsteuer erhoben.

Das bedeutet: Du stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer und ergänzt den Hinweis:„Umsatzsteuer gem. § 19 UStG wird nicht erhoben“

Die Umsätze sind nicht steuerfrei im rechtlichen Sinn –die Steuer wird einfach nicht erhoben.

Ab 2025 wird das anders geregelt. Deine Umsätze sind dann offiziell von der Umsatzsteuer befreit

Du verwendest einen neuen Hinweis auf deiner Rechnung „Umsatz ist gem. § 19 UStG steuerfrei“

Was bedeutet das für dich?

Im Alltag ändert sich wenig. Du schreibst weiterhin Rechnungen ohne Umsatzsteuer.

Aber: Die Formulierung auf der Rechnung ist wichtig und sollte ab 2025 angepasst werden.

Fazit

Die Kleinunternehmerregelung ist eine Erleichterung für deinen Start in die Selbstständigkeit. In diesem Artikel hast du die gesetzlichen Regelungen und Umsatzgrenzen bis zum 31.12.2024 kennengelernt.

Seit 2025 hat sich einiges geändert – vor allem bei den Umsatzgrenzen und im Gründungsjahr.

Wenn du wissen willst, was jetzt konkret für dich wichtig ist:

  • Welche Umsatzgrenzen seit 2025 gelten
  • Welche Grenzen du immer im Blick haben solltest
  • Und in welchen Fällen du auch als Kleinunternehmer Umsatzsteuer zahlen musst

Lies diesen Blogbeitrag: Kleinunternehmerregelung 2025

 

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Mein Name ist Barbara Hülsmann, Steuerberaterin und Geschäftsführerin der TaxLounge Consulting GmbH. Seit über 30 Jahren begleite ich Selbstständige rund um Buchhaltung und Steuern – vom ersten Schritt in die Selbstständigkeit bis zum laufenden Business.

Ich weiß aus der Praxis, wo die größten Herausforderungen liegen: Unklare Vorgaben, zu viele Informationen und oft das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Genau hier setzt dieser Blog an.

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